Fallbeispiele

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Bell Bay Pulp Mill – Tasmanien (Australien)
Auf der als Naturparadies bekannten australischen Insel Tasmanien soll eine der größten Zellstofffabriken der Welt, die "Bell Bay Pulp Mill", errichtet werden. Das Projekt ist das wohl umstrittenste Vorhaben in ganz Australien. Um die Fabrik zu betreiben, sollen in den nächsten 25 Jahren etwa 200.000 Hektar Urwald – eine Fläche fast so groß wie Vorarlberg - gerodet und durch Plantagen ersetzt werden. Täglich sollen 64.000 Kubikmeter Abwasser ins Meer geleitet werden.  weiter


Giftige Schulden – Unbrauchbare Umwelttechnik aus Österreich für die Philippinen
Das "Austrian Medical Waste Projekt" auf den Philippinen ist ein Beispiel für internationale Verschuldung, die der Bevölkerung mehr Schaden als Nutzen brachte. Bis zum Jahr 2014 müssen die Philippinen einen Kredit für Verbrennungsöfen zurückzahlen, die als moderne Geräte verkauft wurden, aber bereits Jahre später aufgrund des gesundheitsgefährdenden Schadstoffausstoßes eingemottet werden musten.  weiter


Türkei: Die Munzur-Staudämme
Acht Staudämme sollen am Fluss Munzur in der türkisch-kurdischen Provinz Dersim gebaut werden. Der Fluss ist das Herzstück des größten türkischen Nationalparks: 43 endemische Arten wären gefährdet. Österreichische Firmen sind beteiligt - ob dafür Exportgarantien vergeben werden, ist nicht zu erfahren.  weiter


Indonesien: Papierfabrik Indah Kiat
Großflächige Schlägerungen im Regenwald, vergiftete Flüsse und die Vertreibung des Sakai-Volkes: Dadurch ist die Papierfabrik Indah Kiat in Sumatra (Indonesien) traurig bekannt geworden. Finanziert wurde sie unter anderem durch österreichische Exportgarantien.  weiter


Indonesien: Papierfabrik IIU
Die Papierfabrik Inti Indorayon Utama (IIU) vergiftete Flüsse, schlägerte Regenwald und Gemeindewälder und wird für die Absenkung des Wasserspiegels des weltberühmten Toba-Sees in Sumatra verantwortlich gemacht. Nach massiven Protesten und Demonstrationen wurde sie 2000 geschlossen - nun steht sie vor der Wiedereröffnung unter dem neuen Namen Toba Pulp Lestari. Gebaut wurde sie wahrscheinlich auch mit österreichischem Geld.  weiter


Kamerun: Schuldenfalle Exportkredite
Seit zwanzig Jahren zahlt die verarmte Bevölkerung Kameruns für eine Industrieruine namens Cellucam, die nie ordentlich in Betrieb gegangen ist. Gebaut wurde sie von der österreichischen VOEST, finanziert mit Hilfe einer Exportgarantie der Republik Österreich. Nun wird der unbezahlbare Kredit endlich größtenteils entschuldet, der österreichische Steuerzahler zahlt für die Ruine weiter.  weiter


Philippinen: San Roque-Staudamm
Der San Roque Staudamm auf den Philippinen soll mit 1 km Länge einer der größten der Welt werden. 62.000 Menschen müssen dafür umgesiedelt werden. Mitfinanziert wird der Damm mit durch Exportkreditagenturen - eventuell auch der Oesterreichischen Kontrollbank. Denn die VA Tech Hydro ist mit einem millionenschweren Auftrag beteiligt.  weiter


Exportkredite fördern Atomkraftwerke an Österreichs Grenzen
Auch Österreich bekommt an seinen Grenzen die mangelnden Umwelt- und Sozialstandards von Exportkreditagenturen zu spüren: Das Atomkraftwerk Mochovce in der Solwakei wurde von der deutschen ECA Hermes mitfinanziert.  weiter


Der Polavaram Damm – Vernichtung von Lebensraum letzter Naturvölker und Österreichs Interesse an Indiens Entwicklung
Wie viele Entwicklungsländer, so versucht auch Indien für seine stetig wachsende Bevölkerung den hohen Lebensstandard des Westens (Europa, USA, Japans) zu schaffen. Dazu gehört als Grundlage eine flächendeckende Strom-, Wasser- und Nahrungsmittel-versorgung. Für den Anschluss an die westliche Lebensqualität wird allerdings mit der Entwurzelung des Naturvolks der Koyas und der Zerstörung nachhaltiger Landwirtschaft ein hoher Preis bezahlt.  weiter

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